In Notfällen erreichen Sie uns 24 Stunden unter unserer Servicenummer: +49 (0) 171 3392974

Gut informiert

News

Wissen schützt

Weg vom Schicksal am goldenen Haken

Im Rheinland hört man gerne und immer wieder: „Et hätt noch immer jot jejange.“ Diese unbefangene und leichte Art der Problem- und Risikobetrachtung findet man bundesweit immer wieder. In modernen Kran- und Schwergutunternehmen hat eine solche Haltung allerdings keinen Raum.

Von Markus Quetting, IAK Inter-Assekuranz Versicherungsmakler GmbH – Risikomanagement

Das Heben und der Transport von Schwerlastgütern sind hochsensible Themen, die ein professionelles Risikomanagement erfordern. Die Kran- und Schwerlastunternehmen bewegen sich nicht nur in einem stark reglementierten und in Bezug auf Präzision und umfassende Risikobetrachtungen anspruchsvollen Markt. Sie haben auch ein hohes Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Auftraggebern, den eigenen Mitarbeitenden und natürlich der Umwelt. Das definiert ihren Anspruch im Qualitäts-, Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Management. Höchste Anforderungen an Sicherheit müssen die eigenen Maßstäbe sein.

Der Einsatz und Transfer von in anderen Branchen bereits etablierten Risikomanagementsystemen kann nicht nur Schadenzahlen mindern, sondern rettet letztendlich Menschenleben. Im Rahmen eines Vollmandats gehört es für die IAK zum Kundenbetreuungskonzept, ihre Mandanten zur Schadensvermeidung und dem Management der individuellen Unternehmensrisiken zu beraten.

„Gemeinsam mit Dr. Peter Gausmann und der von ihm geführten GRB Gesellschaft für Risiko- Beratung haben wir ein am Markt einzigartiges Risikomanagement-Werkzeug für Kranunternehmen entwickelt“, berichtet Markus Kuhles, Geschäftsführer der IAK. Über die Tools IAK-Riskala-Kran und IAK-Riskop-Kran hat der Kranunternehmer die Möglichkeit, sein Risikomanagement auch im Rahmen gesetzlicher Regelungen zur Unfallvermeidung zu erfassen, zu analysieren und weiter auszubauen.

Oft gibt es in den von der IAK als Spezialversicherungsmakler betreuten Unternehmen verschiedene Ausprägungen von Risikomanagementsystemen und Kompetenzen im Qualitäts-Management. „Der Erfolg unserer Risikomanagementtools liegt in der individuellen Einbindung in das Qualitäts- und Unfallmanagement des jeweiligen Unternehmens“, erläutert Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer der GRB. „Eine unvoreingenommene Analyse von Unfall- oder Beinah-Schadenssituationen und deren Dokumentation zur Ableitung von Fehlervermeidungsstrategien kann in letzter Konsequenz Leben retten“, ergänzt Markus Quetting, Kundenbetreuer der IAK.

Die Ausgangssituation ist immer die Etablierung eines Systems der Erfassung und Auswertung so genannter „Beinahe-Schäden“. „Wir betrachten bei der Implementierung unserer Tools immer genau die Situation vor Ort“, skizziert Dr. Peter Gausmann den Einstieg. Dabei werde insbesondere Wert auf die Analyse der Ist-Situation gelegt:

  • Wie arbeitet das Unternehmen?
  • Welche Arbeitsabläufe gibt es und wie sind sie dokumentiert?
  • Fallen direkt Dinge auf, die Relevanz für mögliche Schadensereignisse haben?
  • Welche Risiko- und Qualitätsmanagementsysteme existieren?
  • Welche Risiko- und Verbesserungsvorschläge haben die Mitarbeitenden?

„IAK-Riskala-Kran und IAK-Riskop-Kran bieten auf verschiedenen Ebenen Lösungen für den strukturellen Aufbau und die Ergänzung des internen Risikomanagements“, erläutert Markus Quetting. „Unser Konzept hat zum Ziel, die Unternehmen möglichst von einem Schicksal am goldenen Haken‘ zu befreien.“

„Aus unserer Sicht des Spezialversicherungsmaklers ist es wichtig, dass solche Kompetenzen im Unternehmen vorhanden sind. Das verhindert Schäden und schafft ein großes Verständnis für die hauseigenen Risiken“, erörtert Markus Kuhles die weitreichende Bedeutung, die sich letztendlich in Schadensquoten und Versicherungsprämien wiederspiegeln.

Die IAK-Mandanten erhalten in der Beratung eine umfassende Ausgangsanalyse der Ist-Situation. An einem Praxistag schauen sich die Risikospezialisten intensiv die Arbeitsabläufe des Unternehmens vor Ort an. Zudem stellen sie ein Softwaretool zur Verfügung, welches auf das jeweils vorhandene Risikomanagement aufbaut. Im Anschluss erfolgen Schulungen von Schlüsselpersonen und allgemeine Mitarbeiterschulungen im Umgang mit dem neuen Hilfsmittel.

Basierend auf dem jeweiligen IAK-Kran- Risikomanagement-Tool kann dann das unternehmensinterne Risiko- und Qualitätsmanagement in verschiedene Richtungen aufgebaut, individuell ergänzt und ausgebaut werden.

  • STEP 1: Analyse der IST-Situation
  • STEP 2: Einführung des Tools
  • STEP 3: Schulung und Monitoring  

 

Quelle: Kranmagazin KM Nr. 126 | 2019

Zurück zur Übersicht