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Cross-Thinking im Risikomanagement: Was Chirurgen und Schwertransportfahrer gemeinsam haben

Schadenvermeidung durch Einführung intelligenter Risikomanagementsysteme und branchenübergreifendes Lernen.
Von Markus Quetting, IAK Inter-Assekuranz Versicherungsmakler GmbH – Risikomanagement

Downloaden Sie hier den gesamten Artikel aus dem Schwertransportmagazin.

In modernen Schwergutunternehmen sind präventive Maßnahmen zur Schadenvermeidung wie die Etablierung eines intelligenten Risikomanagements zunehmend von zentraler, operativer Bedeutung. Der Transport von Schwerlastgütern ist in der heutigen Zeit mehr denn je ein komplexer und hochsensibler
Auftrag. Die Situation in der Realität am Auftragsort weicht außerdem immer häufiger von der ursprünglichen Projektplanung ab. Spricht man mit Marktteilnehmern, erhält man den Eindruck, dass die Vorbereitungen auf der Auftraggeber-Seite früher gründlicher ausgearbeitet worden sind. Von den Schwertransportunternehmern werden entsprechend immer mehr Leistungen erwartet.

Dies sind alles Themen, die ein professionelles Risikomanagement erfordern. Viele Unternehmen befürchten, dass die Einführung eines Sicherheitskonzepts mit einem enormen Arbeitsaufwand einhergeht. Dabei ist es gar nicht so schwierig, sein eigenes Risikomanagement aufzubauen. Eine Komponente, die Zeit, Ressourcen und letztendlich auch Geld spart, ist der branchenübergreifende Austausch mit anderen Unternehmen. „Dynamische Entwicklungen im Schwertransportmarkt stellen Unternehmen immer wieder vor neue Herausforderungen. Um diesen auch zukünftig gut vorbereitet zu begegnen, lohnt sich der Blick über den Tellerrand“, erläutert Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer der zur Ecclesia Gruppe gehörenden GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH (GRB).

Was lässt sich also von anderen Branchen lernen und für den eigenen Betrieb nutzen?

„Betrachtet man einmal den Ursprung unseres Risikomanagementtools Kran-Risk-Plus, so ist es immer wieder faszinierend, wie eng die Parallelen zwischen dem Risikomanagement bei Schwertransportunternehmen und dem heute fest etablierten Risikomanagement im Gesundheitswesen sind“, ergänzt Markus Kuhles, Geschäftsführer der IAK Inter-Assekuranz Versicherungsmakler GmbH.  Die Checkliste vor Ort gleicht der OP-Checkliste im Krankenhaus, beim Auftrag entscheidet der Chirurg genauso wie der Projektleiter vor Ort, ob potenzielle Risiken tragbar sind, oder einige der nächsten Schritte komplett geändert werden (müssen). Darüber hinaus ist letztendlich bei einer Operation wie beim Schwertransport die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team ein entscheidendes Element.

Seit 1994 engagiert sich die GRB als eines der ersten deutschen Beratungsunternehmen im Bereich klinisches Risikomanagement. In den vergangenen 25 Jahren haben sich die Risikoberaterinnen und -berater mit Dr. Peter Gausmann an der Spitze zu den Experten für das Patientensicherheitsmanagement in der deutschen Gesundheitsbranche entwickelt. Bei der Mehrzahl der deutschen Gesundheitsunternehmen ist die GRB tätig, ihre Risikomanagement-Lösungen setzen die Maßstäbe der Branche. Beim Jubiläumskongress Ende August in´Frankfurt am Main präsentierten branchenübergreifend große Akteure aus Dienstleistungsgewerbe, Industrie und Handel ihre Sicherheitsstrategien. Der breite Austausch gab viele Einblicke in die jeweilige Branche, ihre Risiken, ihre Risikomanagement- Strategien und ihre Erfolge. „Die Veranstaltung gab den Teilnehmern viele neue Impulse für das eigene Risikomanagement mit auf den Weg“, so Markus Kuhles über den Kongress.

Warum sollte also nicht auch der Fahrer eines Schwertransports von einem Chirurgen lernen?

Die Teilnehmer hörten, wie Banken, Lebensmittelindustrie und -handel, Trinkwasserversorgung, Medien- und Logistikunternehmen ihre Risiken managen. Auffallend waren die vielen Gemeinsamkeiten im Risikomanagement der völlig unterschiedlichen Unternehmen. „Das Messen und Dokumentieren von Erfahrungswerten, die Simulation von Gefahrensituationen und die kontinuierliche Schulung an den aufgetretenen Beinahe-Unfällen gibt dem Schwertransportunternehmer die Möglichkeit, seine Risiken im Griff zu haben und zu steuern,“ führt Dr. Gausmann aus. Das IAK Kran-Risk-Plus besitzt in seinem modularen Aufbau all diese Möglichkeiten und macht es an dieser Stelle dem Unternehmer leicht, schnell ein modernes Risikomanagementwerkzeug einzuführen. Wichtig bei jeglicher Form des Risikomanagements ist eine Kultur, die zulässt, aus Fehlern zu lernen und den Mut befördert, diese Beinahe-Schäden auch zuzugeben.

„Aus unserer Sicht des Spezialversicherungsmaklers ist es wichtig, dass solche Kompetenzen im Unternehmen vorhanden sind. Das verhindert Schäden und schafft ein großes Verständnis für die hauseigenen Risiken“, erläutert Markus Kuhles die weitreichende Bedeutung, die sich  letztendlich in Schadenquoten und Versicherungsprämien widerspiegele. Die IAK-Mandanten erhalten in der Beratung eine umfassende Ausgangsanalyse der Ist-Situation. An einem Praxistag schauen sich die Risikospezialisten intensiv die Arbeitsabläufe des Unternehmens vor Ort an. Zudem stellen sie ein Softwaretool zur Verfügung, welches auf das jeweils vorhandene Risikomanagement aufbaut. Im Anschluss erfolgen Schulungen von Schlüsselpersonen und allgemeine Mitarbeitenden-Schulungen zum Umgang mit dem neuen Hilfsmittel. Basierend auf dem jeweiligen Modul des Kran-Risk-Plus kann dann das unternehmensinterne Risiko- und Qualitätsmanagement in verschiedene Richtungen aufgebaut, individuell ergänzt und ausgebaut werden.

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